Spannung ist vorprogrammiert

Der Oster-Spieltag in der Toyota Handball-Bundesliga hat es in sich: Die Mannschaften aus dem oberen Tabellenbereich spielen gegeneinander, genauso treffen die Teams aus der unteren Hälfte aufeinander. Wichtige Vorentscheidungen in der Meisterschaft und auch in der Abstiegsfrage können fallen. Mit dabei ist die TSV Hannover-Burgdorf, die am Donnerstag, um 20.15 Uhr, in der AWD-Hall, auf den Vorletzten HSG Ahlen-Hamm trifft. Mit einem Erfolg kann die Mannschaft von Trainer Christopher Nordmeyer den Abstand auf sechs Zähler zu einem Abstiegsplatz vergrößern. Im Falle einer Niederlage, wären Torge Johannsen und Co wieder mittendrin im „Schlamassel“ und die Spielgemeinschaft aus Ahlen und Hamm hätte den Anschluss geschafft.
Wegen der Wichtigkeit dieser Begegnung hat Nordmeyer alles andere ausgeblendet und sein Team voll und ganz auf die anstehende Aufgabe fokussiert. „Natürlich haben wir Respekt vor Ahlen-Hamm. Aber keine Angst. Angst behindert nur und wir lassen uns nicht behindern, “ machte er auf der heutigen Pressekonferenz deutlich. „Es sind alle Spieler fit, mit Ausnahme von Nikolas Katsigiannis.“ Erneut werden 16 Spieler um die 14 freien Plätze kämpfen. „Alle wollen natürlich dabei sein. Jeder einzelne weiß aber auch, dass er ein wichtiger Teil der Mannschaft ist, selbst wenn er nicht spielt.“
Mit der HSG Ahlen-Hamm kommt ein unbequemer Gegner nach Hannover. Das hat die Mannschaft um Jacek Bedzikowski schon im Hinspiel bei der bitteren 27:30-Niederlage zu spüren bekommen. Mit Chen Pomeranz verfügen die Gäste über einen exzellenten und vor allem torgefährlichen Spielmacher. In der laufenden Saison war Pomeranz bereits 159-mal erfolgreich. Damit liegt er auf Platz 9 der HBL-Torschützenliste. Zum Vergleich: Asgeir Örn Hallgrimsson will gegen Ahlen-Hamm erfolgreich sein. Foto: Holger StaabDer beste TSV-Schütze, Lars Lehnhoff, steht mit 110 Treffern auf Platz 26. Von der linken Rückraumseite bringt Marcus Hock, als zweitbester HSG-Torschütze, Gefahr für das Burgdorfer Gehäuse. Zudem machte Kreisläufer Mario Clößner beim Hinspielerfolg mit sechs Toren auf sich aufmerksam.
In den letzten vier Ligaspielen gab es für die HSG durchweg Niederlagen. Nacheinander hatte das Team von Trainer Kay Rothenpieler gegen HBW Balingen, FA Göppingen, HSG Wetzlar und dem SC Magdeburg das Nachsehen. Die TSV Hannover-Burgdorf hat dagegen die letzten beiden Spiele für sich entschieden. Dem „Heimspielkrimi“ gegen Balingen (26-25) folgte der Überraschungssieg bei FrischAuf Göppingen (31-29). Grund genug für das Nordmeyer-Team mit großem Selbstvertrauen der Begegnung entgegen zu sehen. Zusätzlich kann sich die Mannschaft auf das hannoversche Publikum verlassen. Auch zu diesem Spiel werden wieder rund 3400 Zuschauer erwartet. „Das ist enorm für ein Abstiegsspiel“, meinte Pressesprecher Holger Staab. „Und die Fans hoffen auf ein schönes Spiel, am besten mit zwei „Osterpunkten“.
Geleitet wird die Begegnung vom IHF-Unparteiischengespann Lars Schaller und Sebastian Wutzler (Leipzig/Frankenberg). Die Spielaufsicht führt Uwe Stemberg.
Das Online-Magazin zweitewelle.de überträgt das Spiel live ab 19.45 Uhr als Radioreportage.
Als Einlaufkids stehen die Teams vom VfL Wittingen und SSV Rodewald bereit.
Ein Verkehrshinweis: Wegen des Frühlingsfestes steht der Schützenplatz nur eingeschränkt als Parkraum zur Verfügung. Es sollte gleich der Parkplatz Stammestr./Stadionbrücke angesteuert werden.

Zur Pressekonferenz vor dem Spiel  hier

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23.05.2012 | 20:15 Uhr
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